•    Picasa   

    Picasa ist eines der vielen innovativen Produkte aus dem Hause Google. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Bilderverwaltungssoftware. Mit dieser können alle Arten von Grafiken auf dem Computer in sehr übersichtlicher und ansprechender Weise sortiert und präsentiert werden. Ursprünglich wurde das Programm von LifeScape entwickelt und bis 2004 als kostenpflichtige Software verkauft. Nach dem Kauf des Entwicklerstudios durch Google wurde das Programm kostenlos.

    Auch Bildbearbeitung kein Problem

    Während Picasa ein Bild in seine Datenbank eingliedert, wird die originale Bilddatei selbst nicht verwendet, sondern lediglich eine Kopie. Dies beugt eventuellen Minderungen der Bildqualität durch ein wiederholtes Komprimieren der Datei durch das Programm vor. Neben der Funktion des Archivierens wird auch eine einfache Bildbearbeitung ermöglicht. So ist zum Beispiel das Skalieren von Grafiken oder die Reduzierung von Roten Augen kein Problem. Die Unterstützung von Betriebssystemen neben Windows, etwa Linux oder Mac-OS-X, basiert auf der Wine-Technologie und nicht etwa einer eigenen nativen Version der Software.

    Gesichtserkennung als revolutionäres Feature

    Das Programm ist eng verknüpft mit dem gleichnamigen Bilderdienst “Picasa-Web-Alben”. Dieser Webdienst besitzt ähnliche Funktionen wie das Programm. Das Archivieren von Bildern etwa wie beim Konkurrenten Flickr ist somit auch im Netz problemlos möglich. Eine außergewöhnliche Besonderheit der Webversion ist jedoch die Möglichkeit, eine Gesichtserkennungsfunktion zu nutzen. Wird ein Bild hochgeladen, bietet Google die Möglichkeit, den Server nach weiteren Bildern zu durchforsten, die das gleiche Gesicht zu enthalten scheinen. Die Trefferquote ist dabei erstaunlich hoch und sorgt bei nicht wenigen Benutzern für ein hohes Maß an Faszination. Die Offline-Version für den eigenen PC bietet diese Funktion jedoch nicht. Datenschützer bemängeln hier einen möglichen Missbrauch des Features für andere Zwecke. Es sei nicht sicher, so die kritischen Stimmen, ob Google selbst nicht eventuell sogar die Daten für anderweitige Zwecke nutzt. So kann etwa eine Verknüpfung der EXIF-Daten eines Bildes mit möglicherweise vorhandene GPS-Daten den genauen Aufenthaltsort und das Entstehungsdatum ermitteln. Dennoch bietet Picasa eine Fülle an beeindruckenden Funktionen, die das Sortieren von Fotos deutlich erleichtern.

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