•    Karikaturen   

    Unter einer Karikatur versteht man eine Zeichnung, die eine allgemein bekannte Person, eine Gruppe oder eine gesellschaftliche Entwicklung auf humoristische Art und Weise beschreibt. Die Übergänge von leicht angedeuteter Ironie bis zum ausgeprägten Sarkasmus sind hierbei fließend.
    In der Regel lassen sich Karikaturen hinsichtlich ihres Motivs unterscheiden. So gibt es Karikaturisten, die vorwiegend politische Themen als Grundlage einer humoristischen Zeichnung nehmen. Wieder andere bedienen sich mit Vorliebe öffentlicher Personen, die aufgrund ihres Lebenswandels oder ihren Aussagen Material für eine Karikatur liefern.

    Ein berühmter Karikaturist heutiger Tage ist Vicco von Bülow, dessen frühe Werke in Tageszeitungen abgedruckt worden waren. Viele Menschen dürften ihn unter seinem Künstlerpseudonym „Loriot“ besser kennen. Unvergessen sind seine markanten Männchen mit „Knollennasen“, mit deren Hilfe er auf feinfühlige Art und Weise die heutige Gesellschaft karikierte.

    Was bedeuten Karikaturen für die Gesellschaft?

    Die Ursprünge von Karikaturen gehen bis in das 15. Jahrhundert zurück. Bereits damals kannte man Zerrbilder bekannter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Natürlich war das Anfertigen einer Karikatur in diesen frühen Zeiten oftmals mit gewissen Risiken wie Verfolgung durch die Person oder Gruppe, die karikiert wurde, verbunden.

    Heutzutage findet man beispielsweise in den Printmedien häufig Karikaturen. Sofern diese einen Menschen oder eine Personengruppe nicht diffamieren, ist es das freie Recht des Zeichners, eine entsprechende Karikatur anzufertigen.
    Die Tatsache, dass man in heutigen Zeitschriften und Tageszeitungen immer wieder auf Karikaturen trifft, beweist die Beliebtheit von Karikaturen im öffentlichen Leben. Oftmals stellt es für den Zeichner eine Möglichkeit dar, Kritik an bestimmten Personen oder Umständen zu üben, die durch ihre ironische oder sarkastische Art und Weise besonderes Gehör zu finden vermag.

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